Deutschlandweiter Roll-out der Planungssoftware visTABLE® bei Jungheinrich

Welche eine Software für die verschiedenen Fachbereiche in der Konzeptplanung?

Visualisieren und Validieren erster Ideen bis hin zu Grob- und Feinkonzepten inklusive Variantenvergleich, ohne dabei Reibungsverluste im fachübergreifenden Verständnis, im Datenhandling und im Timing in Kauf nehmen zu müssen? Ausgehend von diesen Fragen begab sich Jungheinrich in einen komplexen Auswahlprozess und testete per Long- und Shortlist etliche am Markt verfügbare Software-Tools. Alle Standorte des Unternehmens waren in den Auswahlprozess einbezogen. Am Ende fiel die Entscheidung auf visTABLE® – der Beginn einer enormen Optimierung in der Konzeptplanung des Fabriklayouts sowie in der Interaktion von Logistik, Industrial Engineering, Werkstrukturplanung, Lean Management und Bauplanung.

Lagerbereich Jungheinrich AG Konzeptplanung mit Software visTABLE®

Jungheinrich ist einer der führenden Lösungsanbieter für die Intralogistik. Mit Niederlassungen in 40 Ländern und zehn Produktionsstätten ist das Unternehmen vor allem für Flurförderzeuge und Automatiksysteme bekannt. Das Produktportfolio umfasst zudem fahrerlose Transportsysteme, Batterien und Ladetechnik, Regale, digitale Produkte und Dienstleistungen rund ums Lager. 18.100 Mitarbeiter sorgen täglich für den weltweiten Erfolg des Unternehmens (Stand 2021).

Generelle Herausforderungen in der Konzeptplanung

Die Fabrikplanung, insbesondere die Phase der Konzeptplanung, gestaltetet sich komplex und daher herausfordernd; und das auf zwei Levels:

1.) Verschiedene Fachbereiche mit je eigener Software

Immer dann, wenn z. B. eine neue Produktlinie in einem bestehenden Werk zu integrieren und somit vom Groben (z. B. Flächenaufteilung, Materialfluss) zum Feinen (z. B. Platzierung von Maschinen) zu konzeptionieren ist, arbeiten an dieser planerischen Aufgabe verschiedene Fachbereiche: die Logistik, das Industrial Engineering, das Lean Management, die Werkstruktur-Planung und gegebenenfalls auch die Bauplanung. In der Natur der Sache liegt dabei, dass einerseits jeder Fachbereich eigene Planungsaufgaben innehat und eigene Planungsziele verfolgt, während andererseits alle Fachbereiche untereinander zahlreiche planerische, technische und kommunikative Schnittstellen produzieren.

Die Herausforderung dabei: Jeder Fachbereich nutzt in der Regel für seine Konzeptplanung ein eigenes Software-Tool, wodurch Schnittstellen nur schwer zu handhaben sind. So wird beispielsweise das Bestandslayout per CAD-Software durch den Fachbereich Bauplanung verwaltet. Wenn nun eine Materialflussanalyse durch den Fachbereich Logistik entsteht, wird häufig auf Basis dieses per CAD-Software verwalteten Bestandslayouts ein Blocklayout in einer anderen Software erstellt. Danach werden die aus der Logistikplanung resultierenden Ergebnisse wieder in die CAD-Software überführt.

Dieser Datenaustausch zieht aufwändige Abstimmungen der Fachbereiche nach sich und vereinnahmt wertvolle Zeit. Zusätzlich bieten diese Schnittstellen das Potential für Informationsverluste (z. B. maßliche Abweichungen).

2.) Verschiedene Fachbereiche mit der gleichen CAD-Datenbasis

Jeder Fachbereich in der Konzeptplanung arbeitet an eigenen Planungsaufgaben und hat eigene Planungsziele. Keine Seltenheit ist, dass jeder Fachbereich auch eigene Planungsphasen aufruft. So steckt der Fachbereich Logistik vielleicht gerade in der Realisierungsphase, während das Lean Management aktuell sein Feinkonzept anpasst.

Die Herausforderung dabei: Die von allen Fachbereichen gemeinsam genutzten und per CAD-Software verwalteten Bestandslayouts sind für die verschiedenen an der Konzeptplanung beteiligten Fachbereiche schlichtweg zu komplex. Denn in den CAD-Bestandslayouts vermischten sich die Planungsaufgaben, Planungsziele und Planungsphasen der verschiedenen Fachbereiche untereinander. In der Praxis verlangt dieses abgebildete Nebeneinander sowohl planerische als auch technische Lösungen.

Herausforderungen, vor denen auch Jungheinrich stand

Um die Konzeptplanung einer Fabrik für alle daran mitwirkenden Fachbereiche schlank und aufgabenorientiert aufzustellen, entschied sich Jungheinrich, sich nach einer passgenauen Software umzuschauen – der Startschuss für den Auswahlprozess.

Folgende Ziele gab es hinsichtlich der neuen Software für Jungheinrich zu erreichen:

  • Die Reduktion von Datenschnittstellen über die Reduktion von Software-Tools
  • Die 2D-Materialflussplanung inklusive schnelle Variantenvergleiche
  • Eine einfache und intuitive Bedienung
  • Die Möglichkeit 2D- und 3D-Ansichten sowie -Planungen in einer Software zu mixen
  • Die klare Trennung von Bauplanung einerseits und Fabriklayoutplanung (Produktionsplanung) im Rahmen einer professionellen Konzeptplanung andererseits
  • Die Möglichkeit, nur unbedingt notwendige bauliche Details im Fabriklayout mitführen zu müssen, wie z. B. Hallengrundriss mit Wänden, Türen, Toren

Die Lösung: Die Auswahl einer passgenauen Software

Das Ziel: Nur von allen akzeptierte Lösungen zur Konzeptplanung einführen

Der Startschuss erfolgte über die Zentrale Werkstrukturplanung, die empfohlen hatte, eine 2D-/3D-Planungssoftware zu implementieren. Erfahrungen mit visTABLE® gab es zu diesem Zeitpunkt bereits über ein Pilotprojekt am Jungheinrich-Standort in Moosburg. Das dortige Planungsteam hatte zudem den Bedarf an weiteren Softwarelizenzen aufgrund der erfolgreichen Pilotanwendung signalisiert. Dieser Bedarf wurde zur Kenntnis und ernst genommen, doch erst einmal zurückgestellt, um eine standortübergreifende Software-Nutzung anzuschieben. Daher war es erklärtes Ziel, die Bedarfe der anderen Jungheinrich-Standorte zunächst abzufragen, um diese aktiv in die Entscheidung für die neue Software mit einzubeziehen. Denn nur so ließ sich die Akzeptanz dafür schaffen.

„Um die Software zentral für alle Werke zu beschaffen, war es uns zunächst wichtig, den tatsächlichen Bedarf aller Werke abzufragen: Was braucht ihr? Wir hatten das als Basis-Anforderungen formuliert. Und erst anhand der Antworten wollten wir in den Auswahlprozess gehen.“

Kai Sternberg, Zentrale Werkstrukturplanung, Jungheinrich AG

Der Weg: Von der Nutzwertanalyse über die Marktanalyse zur Auswahl der Planungssoftware

Aus den Ergebnissen der Befragung aller Jungheinrich-Standorte ließen sich zehn Zielkriterien für eine Nutzwertanalyse ableiten. Dem schloss sich eine detaillierte Marktanalyse verschiedener Softwareprodukte an, umgesetzt über eine Longlist und eine Shortlist.

Hier ein Auszug der Zielkriterien:

  • Materialflussplanung und -analyse in 2D
  • Layout- und Werkstrukturplanung in 2D und 3D
  • Bedienerfreundlichkeit

Diese Ziele sollten mit der neuen Software in hoher Planungsqualität, mit hoher Planungsgeschwindigkeit sowie kollaborativ leicht erreicht werden. Die Entscheidung fiel daher auf visTABLE®:

1. Die Entscheidung für Materialflussplanung und -analyse in 2D sowie Layout- und Werkstrukturplanung in 2D und 3D:

Für Jungheinrich war es wichtig, dass die Software neben der geometrischen Abbildung von Gebäude und Ausrüstung auch die Materialflussplanung beherrschte.

Das 2D-Layout sollte dabei führend bleiben, eine 3D-Planung und -Visualisierung aber dennoch möglich sein, zum Beispiel als schrittweise Ergänzung oder Erweiterung. Die flexibel ein- und ausschaltbare 3D-Ansicht von visTABLE® bewertete Jungheinrich daher als großen Vorteil. In den meisten getesteten Softwareprodukten war 3D führend bzw. nur als einzige Ansicht verfügbar und es hätte so wieder ein zweites Software-Tool für die 2D-Ansicht gebraucht – visTABLE® hingegen vereinte 2D und 3D auf flexible Weise.

visTABLE® unterstützt die Konzeptplanung beginnend in der 2D-Welt über anschauliche Analysen hin zur 3D-Visualisierung.

„Die Basis ist zunächst immer die 2D-Welt. Die Einführung von 3D kann schrittweise, eben nach Bedarf erfolgen. Viele Software-Tools bieten 2D- oder 3D-Funktionalitäten an, aber nicht diese voll integrierte Materialflussplanung in 2D und 3D – eben Ansichten und Planungen, zwischen denen wir switchen oder die wir gleichzeitig darstellen können. Durch unsere Marktanalyse ermittelten wir daher visTABLE® klar als die geeignete Planungssoftware für unsere kleineren und größeren Werke.“

Kai Sternberg, Zentrale Werkstrukturplanung, Jungheinrich AG

Auch Mitarbeiter, die bisher ausschließlich mit CAD-Zeichnungswerkzeugen gearbeitet hatten und nicht am Pilotprojekt in Moosburg beteiligt gewesen sind, waren zu diesem Zeitpunkt in den Entscheidungsprozess einbezogen. Sie probierten visTABLE® aus und kamen ebenfalls zu einem positiven Urteil.

2. Die Entscheidung für Bedienerfreundlichkeit und Teamfähigkeit:

Der ständige, zeitaufwändige und fehleranfällige Wechsel zwischen verschiedenen Software-Tools im Prozess der Planung war als Nachteil bekannt. Hinzu kam: Die bis dato verwendeten Software-Tools konnten häufig nur von Experten bedient werden, die sich mit den speziellen Eigenheiten und Funktionen des jeweiligen Systems gut auskannten. Sobald jedoch der entsprechende Kollege durch Krankheit oder Urlaub ausfiel, behinderte das die Planungsteams.

Die einfache Bedienbarkeit für jeden im Team war daher entscheidend für die Auswahl von visTABLE®. Die Software arbeitet kontextsensitiv, so dass jeder Anwender nur nützliche und nutzbare Funktionen angezeigt bekommt.

„visTABLE® bietet uns eine einfach bedienbare Oberfläche für alle Konzeptplanungen. Die planerische Arbeit im Team ist daher kein Problem mehr. Unsere CAD-Nutzer waren positiv von der Bedienerfreundlichkeit dieser neuen Software überrascht.“

Kai Sternberg, Zentrale Werkstrukturplanung, Jungheinrich AG

3. Die Entscheidung für Kosteneffizienz und Beratungskompetenz:

Für eine durchgängige und dauerhafte Nutzung der neuen Software an allen Standorten waren für Jungheinrich auch die laufenden Kosten, flexible Netzwerklizenzen und die kompetente Beratung im Bereich Fabrikplanung sowie Modellierung relevant. Bei visTABLE® war auch das alles gegeben.

„Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, und ich habe zu jedem Zeitpunkt das Gefühl gehabt, mit Experten zu arbeiten.“

Kai Sternberg, Zentrale Werkstrukturplanung, Jungheinrich AG

Das Ergebnis: visTABLE® Einsatz an allen deutschen Jungheinrich-Standorten

Jungheinrich plant aktuell die schrittweise Einführung von visTABLE® an allen Standorten – Halle für Halle und von Projekt zu Projekt. Das, was bisher über Umwege und nur punktuell an manchen Standorten mittels CAD-Software möglich war, kann sich jetzt dank passgenauer Planungssoftware langfristig zum Standard für die gesamte Konzeptplanung etablieren – über alle Standorte und alle Fachbereiche hinweg. Die CAD Software dient nun in der Konzeptplanung nur noch vorrangig als Datenlieferant für visTABLE®. Zu den Daten zählen 2D-Gebäudezeichnungen und 3D-Modelle zur Ausrüstung mit Maschinen und Anlagen. Damit nimmt die CAD Software wieder die Rolle ein, für die sie eigentlich bestimmt ist: nämlich ein Zeichnungs- und Konstruktionswerkzeug für Produktdaten zu sein. Die eigentliche Konzeptplanung im Layout erfolgt durchgängig in der Planungssoftware visTABLE®.

Vielen Dank!

Wir, die plavis GmbH, danken für das Vertrauen in uns und unsere Produkte und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Jungheinrich.

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