Frisch auf den Tisch! – Das Fabrikmodell entsteht in visTABLE®

Wie bekommt man wöchentlich neue Menüs für viele Geschmäcker kreiert und im jeweiligen Land mit Frischegarantie ausgeliefert? Diese Frage stellt sich HelloFresh bei der Planung jedes neuen internationalen Standortes, wie auch zuletzt in Neuseeland. Denn vor dem eigentlichen Produkt selbst, der fertigen Kochbox mit frischem Fleisch, Gemüse und Gewürzen steht die Fabrik, die die geforderte Menge dieser Boxen in der gewünschten Zeit produzieren muss. Wie plant man also eine optimale Aufstellung der benötigten Kittinglinien für Zutaten und Montagelinien für Menüs? Wo platziert man ein Lager, wo ein Kühlhaus am besten, um diese logistischen Herausforderungen zu bewältigen?

Produktbild von HelloFresh mit Kochbox auf Tresen in Küche

HelloFresh ist der weltweit führende Anbieter von frischen Lebensmitteln für zu Hause. Unser Ziel ist es, jedem Haushalt in derzeit 13 Märkten die Möglichkeit zu geben, gesunde, selbstgemachte Mahlzeiten ohne Zubereitung, ohne Einkaufen und ohne Ärger zu genießen. HelloFresh liefert mittlerweile 69 Millionen Mahlzeiten an über 2,6 Millionen Kunden aus (basierend auf den Zahlen für Q3 2019). HelloFresh arbeitet kontinuierlich daran, seine  Führungsposition auszubauen. Website: www.hellofresh.de

„Der Materialfluss, Volumenströme, Transportaufwände wurden früher sehr zeitaufwändig mit Tabellenkalkulationen berechnet und kaum visualisiert. Argumente für eine bestimmte Aufstellung der Ausrüstung in der Fabrik waren oft nur schwer vermittelbar. Wir suchten deshalb nach besseren Softwarelösungen.“

Felix Riedel (Director Operational Excellence bei HelloFresh)

Neben dem Materialfluss spielt auch der Flächenbedarf in Bezug zur geforderten Kapazität (Boxen pro Woche) ebenso eine entscheidende Rolle. Nur wenn die erforderliche Flächenkapazität erreicht wird, ist die Fabrik auch wirtschaftlich betreibbar.

Konzepte kommunizieren

Ohne CAD-Kenntnisse zur optimalen Anordnung im Fabrikmodell

Am Anfang entsteht bei HelloFresh ein erstes grobes Konzept, ein Blocklayout in 2D. Im Februar 2019 startete die Planung für den neuen Standort in Neuseeland. Basierend auf dem geplanten Produktionsprogramm wurden die Art und Anzahl an Ausrüstung mit den notwendigen Prozessen festgelegt und durch Blöcke in visTABLE®touch im Fabrikmodell schnell visualisiert.

„Toll ist, dass man keine großen Vorkenntnisse in CAD haben muss, um einen Aufstellplan zu erzeugen. Die Einfachheit ist unserer Marke treu, kein Overload mit kaum genutzten Funktionen!“ meint Riedel

Blocklayout eines Lagerbereiches mit unterschiedlichen Temperaturzonen bei HelloFresh
Werksstruktur, Ideallayout bzw. Blocklayout (Neuseeland)

HelloFresh nutzt die Standardbibliotheken von visTABLE®touch mit ca. 1.500 Modellen und auch selbst erstellte Module die sich mit Standard-komponenten konfigurieren und in das Fabrikmodell einfügen lassen.

Im Tandem mit dem Architekten planen

Es passiert nicht selten das produktionstechnische Aspekte, wie der Materialfluss aufgrund baulicher Vorgaben, wie einem historisch gewachsenen Gebäude oder dominierenden Forderungen aus der Bauabteilung vernachlässigt werden. Nicht so bei HelloFresh, der Fluss in der Fabrik muss stimmen!

3D Abbildung eines Lagerbereiches im Fabrikmodell der Firma HelloFresh in visTABLE®touch
3D-Layout Palettenlager (Neuseeland)

„Wände von Kühlhäusern werden so angeordnet das sie nicht nur architektonischen, statischen Anforderungen genügen, sondern auch produktions-technisch sinnvoll sind.“ erläutert Riedel

Variantenreiche Konzept-Layouts

Damit die bestmögliche Lösung in kurzer Zeit gefunden wird, werden zwei bis drei Hauptvarianten und viele weitere Untervarianten von Blocklayouts mit KPI’s für Transportaufwand und Flächenbedarf auf Knopfdruck bewertet und miteinander verglichen. Diese Möglichkeit hat sich erst mit visTABLE®touch für das Unternehmen ergeben.

„Die einfache 3D-Visualisierung hilft uns in der Kommunikation auf allen Ebenen, vom COO bis hin zum Produktionsverantwortlichen.“ meint Riedel

Ist die Grundausrichtung erst mal klar, beginnt die Feinplanung. Im Liniendesign werden die Bereiche für den neuen Standort verfeinert, Blöcke werden gegen konkrete Detailmodelle ausgetauscht.

Die Möglichkeiten CAD-Daten, d. h. Fremddaten vom Ausrüster zu importieren und mit Standardkomponenten zu neuen Modulen zu mischen, setzt das Unternehmen für die Abbildung von Standardarbeitsplätzen ein. So hat man sich für die Feinplanungsphase Detailmodelle selber erstellt, die immer wieder verwendet werden können. Darunter finden sich dann z. B. Regale und Tische mit integriertem Platzbedarf für Mitarbeiter, Paletten und Rollwagen in unterschiedlichen Layoutgenerationen. Diese Standardisierung vereinfacht die Planung deutlich.

Modellbibliothek von Durchlaufregalen der Firma HelloFresh in der Software visTABLE®touch
Standardmodule Modellbibliothek im ObjektManager

Flexibles Fabrikmodell

Das Unternehmen hat nämlich bereits drei internationale Standorte mit visTABLE®touch geplant. Das verdeutlicht nochmal welchen Herausforderungen das noch relativ junge Unternehmen (2011 gegründet) gegenübersteht, um der starken Nachfrage gerecht zu werden. So muss auch das zugehörige Fabrikmodell diesem Wandel gewachsen sein, egal ob in Neu- oder Überplanung im Tagesgeschäft.

„Verwendete Technologien und Hilfsmittel müssen auf effiziente Art und Weise international funktionieren. visTABLE® unterstützt uns hier besonders bei Fabrikdesign und Materialfluss.“ so Felix Riedel

Foto eines Lagerbereiches in der Fabrik von HelloFresh
Foto des realisierten Palettenlagers auf Basis eines visTABLE®touch Layouts

Dankesworte

Wir die plavis GmbH danken der HelloFresh SE insbesondere für wichtige Hinweise aus dem Praxiseinsatz mit visTABLE®touch und wünschen weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung in internationalen Vorhaben!

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