Digitalisierung der Produktion: Wissensmanagement als Schlüssel

Teil 2: So gelingt die Digitalisierung der Produktion in Ihrem Unternehmen

Mitarbeiter Shopfloor nutzen gemeinsames Fabrikmodell als Basis für Wissensmanagement

Um bestehende Produktionsprozesse zu digitalisieren, kommt es entscheidend auf das Wissensmanagement im Unternehmen an. Know-how muss für alle greifbar sein und nicht in Silos verborgen bleiben. Mit dem richtigen Mindset, ausgewählten Methoden und Tools zur Unterstützung kann die Digitalisierung gelingen.

  • Der Erfolg der Digitalisierung ist verknüpft mit dem richtigen Wissensmanagement
  • Ohne Zugriff auf unternehmensinternes Know-how werden Chancen vergeben
  • Erprobte Methoden und Tools unterstützen Sie auf diesem Weg

Im ersten Teil unserer Miniserie zur Digitalisierung der Produktion haben wir Ihnen gezeigt, woran viele Unternehmen scheitern. Der zweite Teil zeigt, wie die Digitalisierung Ihrer Produktion zum Erfolg wird. Neben Empfehlungen aus der Praxis finden Sie am Ende dieses Artikels eine Checkliste, mit der Sie sofort loslegen können.

Wie überall gibt es auch für die Digitalisierung von Produktionsprozessen nicht die eine Lösung, mit der jede Herausforderung gemeistert werden kann. Es existieren sehr viele Ansätze, die genau zum jeweiligen Spezialbereich passen. Kern dieser Lösungen ist jedoch stets ein optimales Wissensmanagement. “Wenn Siemens wüsste, was es weiß…” – so haben wir es mit einem Zitat von Heinrich von Pierer im ersten Teil umschrieben. Bereits im Unternehmen vorhandenes Know-How muss somit stärker genutzt und neues Wissen zielgerichtet angeeignet werden.

Die zunehmende Digitalisierung erfordert einen Wechsel der Kernkompetenz

Digitalisierung steht nicht nur für eine Zusatzqualifikation, die outgesourct oder schnell erworben werden kann. Digitalisierung bedeutet einen Wechsel in der Kernkompetenz! Genauer gesagt: Digitalisierung wird zum Teil der eigenen Kernkompetenz und muss aktiv gestärkt und ausgebaut werden.

Aufgabe ist es, bestehendes Wissen innerhalb der eigenen Organisation intensiv zu nutzen. Erfahrungsträger müssen dabei aus verschiedenen Bereichen innerhalb eines Rahmens zusammengebracht werden – unabhängig von der gültigen Hierarchie. Denn nur wenn ein echter Wissensaustausch über alle Ebenen hinweg stattfindet, kann das Silo-Denken überwunden werden. Dieser Austausch von KnowHow kann mit einem praktikablen Wissensmanagement befördert werden.

Voraussetzung hierfür ist ein gemeinsames Modell, in dem alle Beteiligten kommunizieren. Ein Beispiel: In produzierenden Unternehmen bildet häufig das Layout ein solches Modell. Zusammenhänge und Prozessabläufe werden sichtbar und von allen Beteiligten diskutierbar. Um ein solches Modell aufzubauen, lohnt sich der Einsatz digitaler Werkzeuge. Damit gelingt nicht nur die Erstellung sondern auch die regelmäßige Aktualisierung. Bestehende Prozesse lassen sich darin visualisieren und hinterfragen. Außerdem können neue Ideen umfangreich getestet werden, bevor das digitale Modell mit der physischen Welt zusammengeführt wird.

So gelingt die Digitalisierung der Produktion

Auch wenn es nicht die eine Lösung gibt, so lässt sich doch der Weg zur digitalen Produktion exemplarisch sehr gut beschreiben. Um die digitale Transformation aktiv zu gestalten, kommt es im Wesentlichen auf 3 Punkte an:

  1. Offenheit für stetigen Veränderungsprozess
  2. eine methodische Vorgehensweise
  3. leicht zugängliche Tools

Mit dem richtigen Mindset Veränderungen anstoßen

Zunächst ist es wichtig, sich ein passendes Mindset für die Veränderungsprozesse zu erarbeiten. Ohne Offenheit für eine tiefgreifende Transformation schlägt die Digitalisierung Ihrer Produktion fehl. Hier kommt der Digital Twin ins Spiel, den wir schon an vielen Stellen in unserem Blog beleuchtet haben. Ein derartiges digitales Modell dient zum einem dem Verständnisgewinn und der Planungssicherheit und kann außerdem die Kommunikation teamübergreifend unterstützen.

Mit breitem Methoden-Know-how die Herausforderung angehen

Machen Sie sich im nächsten Schritt mit den richtigen Methoden vertraut. Denn auch dynamische Veränderungsprozesse stützen sich auf Vorgehensweisen, mit denen vorhandenes Wissen adaptiert wird und in neuen Kontexten genutzt werden kann. Die Stärkung des eigenen Methoden-Know-hows hilft Herausforderungen anzunehmen und Lösungsansätze zu bewerten. Doch keine Angst: Experimentieren heißt in diesem Fall nicht bei Null zu anzufangen – ganz im Gegenteil:

Wir liefern eine ganze Reihe an Hintergrundwissen rund um das Thema Fabrikplanung, Wertstrom- und Layoutplanung und wie diese miteinander zusammenhängen. Abonnieren Sie einfach unseren Blog, um immer up to date zu bleiben.

Mit dem passenden Tool den Digital Twin umsetzen

Für den letzten Schritt, die Umsetzung der Methoden, eignen sich entsprechende Tools, die es in einer Vielzahl auf dem Markt gibt. Die Auswahl fällt dabei meist nicht leicht. Achten Sie dabei auf einen einfachen Zugang und eine intuitive Bedienung. Denn je leichter dieser gestaltet ist, desto eher bringen sich Ihre Mitarbeiter aktiv ein. Schließlich sind digitale Tools Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck.

Testen Sie die infrage kommenden Tools intensiv und führen Sie eine Nutzwertanalyse durch. Die meisten Anbieter ermöglichen Ihnen hierfür eine Testzugang. Im besten Fall erklären sie Ihnen die methodischen Grundlagen, auf denen die Lösung basiert und bieten daneben ein passendes Coaching an. Am Ende erhalten Sie ein leicht zu implementierendes Tool, das den internen Wissenstransfer ermöglicht und fördert.

Unsere Checkliste: Darauf kommt es bei der Digitalisierung der Produktion an

Um Ihnen den Weg zur digitalen Transformation erleichtern, haben wir Ihnen eine Checkliste zusammengestellt. Sie fasst alle zentralen Punkte unserer Miniserie zusammen.

Lassen Sie sich richtig beraten

  • Verstehen Sie was die Berater machen?
  • Was sind die Ergebnisse für Ihr Unternehmen?

So wenig Beratung wie möglich

  • Wie viel Beratung brauchen Sie überhaupt?
  • Lernen Sie durch weitere Beratung dazu?
  • Was passiert bei übermäßiger Beratung?

Silos identifizieren

Wer kennt die Prozesse im Unternehmen am besten?

Die Umsetzung planen

  • Wer ist am besten für die Umsetzung geeignet?
  • Wie kann die eigene Planung als integraler Bestandteil funktionieren?

Die richtige Software auswählen

  • Was muss ein Tool für Ihr Unternehmen leisten können?
  • Welches Tool eignet sich fürs Tagesgeschäft?

Auf das Wissen im Unternehmen kommt es an

Die Digitalisierung der Produktion ist eine Herausforderung, vor der unzählige Unternehmen stehen. Durch die vielen Spezialisierungen lässt sich kein Patentrezept geben. Im Kern kommt es jedoch immer darauf an, das vorhandene Wissen im Unternehmen zu identifizieren, zu bündeln und für die digitale Transformation zu nutzen. Nur durch gezieltes Wissensmanagement kann der Schritt in die Industrie 4.0 gelingen. Wenn Sie keine Entwicklung verpassen wollen, was Methoden und deren digitale Umsetzung betrifft, dann abonnieren Sie unseren Blog! Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Die neuesten Artikel rund um visTABLE® direkt per Mail?

Kein Problem, einfach für unsere Blog-News anmelden!

Neue Fachartikel bequem per E-Mail erhalten
André Heller
André Heller

Hallo, ich freue mich, dass Sie sich für meinen Artikel interessieren.

Möchten Sie neue Inhalte per E-Mail erhalten?

Mit dem Absenden bestätigen Sie, dass Sie die Datenschutzerklärung zum Newsletter gelesen haben.